Liebe Weinfreunde
„Schade, daß man Wein nicht streicheln kann.“
Dass der edle Rebensaft für den eingangs zitierten Kurt Tucholsky so etwas wie sein geliebtes Lottchen war, verwundert weiter nicht. Eiserne Schnauze und goldenes Herz, so charakterisierte er sich selber. Und letzteres kam öfter mal zum Zug. War er doch das halbe Leben fast zwischen Riesling und Blauburgunder unterwegs. Da mag abends jeweils der funkelnde Wein im Glas vor ihm wie die Claire Waldoff gesungen haben… Wein ist eine Herzensangelegenheit. Und können wir selber den Wein nicht streicheln, so streichelt er doch unsere Zunge, schmeichelt unserem Gaumen, schenkt uns ein ganzes Bouquet an köstlichen Aromen. Liebesgeschichten wie Rheinsberg oder Schloss Gripsholm beginnen darum oft mit einer Degustation – anlässlich eines Besuchs bei Aprior.
Herzliche Grüsse
Roger Meyer
Mai 2010
